James Starley's Nähmaschinen

Versuch einer Chronologie

1859 - 1877

ca 1850James Starley arbeitet als Hilfsgärtner bei John Penn. Dieser erkennt Starleys technisches Talent und empfiehlt ihn an Josiah Turner, Teilhaber bei Newton, Wilson & Co. in London.John Penn
1805-1878
John Penn and Sons sind ein bestens aufgestelltes Schiffbauunternehmen. Man baut u.a. schwere Schiffsmotoren für die Marine.

Josiah Turner
1826-1886
Teilhaber bei Newton Wilson & Co,später bei diversen Firmen zusammen mit James Starley. Einige Patente zu Nähmaschinen.

Silas Covell Salisbury
1811-1887
Amerikanischer Erfinder und Unternehmer. U.a. zahlreiche Nähmaschinen-Patente.

Rowley Benbow Turner
1842-1917
Nimmt an zahlreichen Radrennen teil, erwirbt Patente im Fahrradbereich.

William Hillman
1848–1921
Zunächst aktiv im Nähmschinen-Bereich, dann im Fahrradbereich. Später erfolgreicher Produzentvon Fahrrädern und Automobilen.

William Borthwick Smith
ca.1842-1916
Uhrenhersteller, zahlreiche Patente, Später in der Nähmaschinen-Industrie, zahlreiche Patente, auch zusammen mit James Starley. Fahrradproduktion.

ca 1855James Starley ist bei Newton, Wilson & Co. in London angestellt. Die Firma gilt als Pionier der britischen Nähmaschinen-Industrie. Man importiert und verkauft seit 1851 vorwiegend US-amerikanische Nähmaschinen, später folgen eigene Konstruktionen.
In Heimarbeit stellt James Starley seine European - Nähmaschine her. Josiah Turner verfolgt dies mit großem Interesse.
1859James Starley und Josiah Turner gründen die Firma European Sewing Machine Co. Neben der Fertigung der European importiert und vertreibt man US-amerikanische Nähmaschinen.
1861Im Mai verläßt James Starley Newton, Wilson & Co. Silas Covell Salisbury, ein Amerikaner, schließt sich der European Sewing Machine Co. an. Er bringt ein Patent für Nähmaschinen mit.
Man fertigt die Modelle European, Godiva, Express und Swiftsure.
Öffentliches Interesse an der Beschäftigung arbeitsloser Uhrmacher führt zu einer Beteiligung der öffentlichen Hand und zahlreicher privater Investoren.
1862Die European Sewing Machine Co wird jetzt als Ltd geführt.
In London wird ein Verkaufsbüro eröffnet.
1863Die Firma wird als Aktiengesellschaft für die Herstellung und den Verkauf von Salisbury und Starley's Knotenstich- und anderen Nähmaschinen eingetragen.
Das Unternehmen hat Schwierigkeiten bei der Expansion und entscheidet sich für eine Erweiterung der Produktion durch Diversifizierung.
ca 1865James Starley konstruiert ein vierrädriges Veloziped mit gefederten Rädern.
1867Der Firmenname wird in Coventry Sewing Machine Co., Ltd. geändert.
1868James Starley erhält das Patent #1678 für Verbesserungen an Nähmaschinen.
Rowley B. Turner, Pariser Agent der Firma und Neffe von Josiah Turner, bringt ein Micheaux Velociped nach England. Er hat einen Auftrag über den Bau von 400 Stück in der Tasche, den die Firma ausführt. Allerdings verhindert der Preussisch-Französische Krieg den Vertrieb in Frankreich. Man kann die gesamte Produktion in Großbritannien absetzen.
1869Man erhält einen weiteren Großaufrag über Fahrräder. (Anmerkung: Der Auftraggeber ist nicht identifizierbar; die Quellen sind sich auch über den Umfang des Auftrags nicht einig.) Die Angaben zur Stückzahl schwanken zwischen 400 und 700 Stück.
Die Hauptversammlung beschließt, die Firma in Coventry Machinists Company umzubenennen. Es werden nun Nähmaschinen und Velocipedes hergestellt.
1870James Starley erhält das Patent No 1430 für Verbesserungen an Nähmaschinen und das so genannte Ariel - Patent für Speichen-Verspannung.
Im gleichen Jahr verläßt er zusammen mit William Hillman die Firma. Sie bauen weiterhin Nähmaschinen, vermutlich zunächst unter Starleys Namen.
1871Die Europa - Nähmaschine wird patentiert.
Als Teilhaber tritt William Borthwick Smith in die Firma ein, die nun als Smith, Starley and Co unter der Adresse St Agnes Works, Hale Street, Coventry, firmiert.
1872William Hillman verläßt die Firma und wendet sich ganz dem Fahrradbau zu.
Die Firma heißt jetzt Smith and Starley und erhält internationale Preise für ihre Nähmaschinen in Lyon.
1873Smith and Starley erhalten ein Patent für Verbesserungen an Nähmaschinen.
Die Firma zieht um in die Ariel Works, Spen Street, Coventry.
Man kann sich über weitere internationale Preise für Nähmaschinen in Wien freuen.
1874James Starley ist im Bereich Fahrradbau zunehmend aktiv. Er erhält ein Patent für die Tangentialverspeichung.
Im Bereich Nähmaschinen folgen internationale Preise in London.
1875Smith and Starley erhalten weitere internationale Preise für Nähmaschinen in Manchester.
Haynes & Jeffris bauen Fahrräder nach Smith and Starley - Entwürfen und Hebel-Spannräder.
1876James Starley erhält ein Patent für Verbesserungen an Rollschuhen.
1881Am 17. Juni stirbt James Starley.
Bis 1881 wurden mehr als 20.000 Nähmaschinen nach Starley - Patenten hergestellt.

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